Rote Flora (Besetztes Gebäude)

Achidi-John-Platz 1

20357 Hamburg

Die Rote Flora ist ein Autonomes Zentrum im seit November 1989 besetzten Restgebäude des ehemaligen Flora-Theaters am Schulterblatt 71 im Schanzenviertel. Sie gilt wie die besetzten Gebäude der Hafenstraße als symbolträchtiger Ort der Autonomen-Szene Hamburgs und als Ausgangspunkt von auch über Hamburg hinausreichenden  politisch motivierten Aktivitäten der Radikalen Linken.

 

Dora – komm in die Flora, die so viele Reize hat.

Sie liegt am Schulterblatt, ist ganz in deiner Näh’,  das schönste Varieté.

Nach den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg 2017 wurde der Roten Flora als „Trutzburg“ der linken  ANTIFA Szene eine Mitschuld an den gewaltsamen Ausschreitungen gegeben. Führende Politiker der CDU, unter anderem Peter Tauber und André Trepoll, forderten daher eine Schließung. André Trepoll erhielt daraufhin Morddrohungen mit dem Inhalt: „Heute Verbrecher, morgen tot“ Die Rote Flora warf ihrerseits dem Senat vor, einen „Sündenbock“ für das eigene Versagen zu suchen und ein Klima zu schaffen, in dem die „Kriminalisierung von politischen Strukturen, sowie die Zerschlagung des besetzen Projektes Rote Flora vorbereitet werden soll“.

 

Im Nachgang der Ausschreitungen initiierte der Hamburger Unternehmer Alexander Tebbe eine Petition auf Change.org, in der er die Umwandlung der Roten Flora in einen Kindergarten oder eine Grundschule forderte. Dies begründete er damit, dass die Rote Flora die „linksextreme Keimzelle“ der Ausschreitungen gewesen sei und er das Gebäude zum Nutzen der Gesellschaft einsetzen wolle, da zum aktuellen Zeitpunkt die Flora nicht allen Bürgern offenstünde. Die Petition erhielt in unter einem Tag bereits 2300 Stimmen und hatte damit gute Chancen, im Hamburger Senat verhandelt zu werden. Die Petition wurde von Tebbe zurückgezogen, nachdem er massive Drohungen gegen seine Person erhalten hatte.